Wissenschaft

Bakterien nutzen Oberflächen, um sich zu komplexen heterogenen Gemeinschaften zusammenzuschließen, die sogenannten Biofilme. Wie diese Biofilme entstehen, ist Gegenstand eines neuen internationalen Forschungsprojektes an der FAU. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Israel Science Foundation (ISF) unterstützen die Kooperation mit rund 750.000 Euro für drei Jahre.

Vor genau 50 Jahren ging die FAU einen Schritt, von dem sie noch heute profitiert: Als erste Universität in Deutschland gründete sie einen Lehrstuhl, der sich explizit der Erkennung von Mustern in Daten widmete. Damit wurde sie hierzulande Vorreiterin einer Disziplin, die als Grundlage des aktuellen KI-Booms gelten darf.

Eine aktuelle Studie könnte mittelfristig zu völlig neuen Therapieansätzen gegen Krankheiten wie Lungenfibrose und Krebs führen. Ihre Ergebnisse belegen, dass für den Verlauf beider Erkrankungen ein Mechanismus namens Durotaxis eine wesentliche Rolle spielt. An den Arbeiten unter Leitung der US-amerikanischen Harvard Medical School war auch die FAU beteiligt.

Es ist nicht einfach, einzelne Photonen von einem Flugzeug aus gezielt auf den Weg zu bringen, in einer Bodenstation einzufangen und auch zu erkennen. Forschenden ist das jetzt gelungen. Das Flugexperiment fand im Rahmen der QuNET-Initiative statt, die Technologien zur quantengesicherten Kommunikation entwickelt. mit dabei Forschende der FAU.

Im Jahr der Quantenforschung werden drei Wissenschaftler aus dieser Disziplin ganz besonders geehrt: Sie erhalten den Nobelpreis für Physik. Die Forscher schufen eine Grundlage für die Entwicklung der nächsten Generation der Quantentechnologie. Diese Themen werden auch an der FAU und am Erlanger Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) erforscht.

Wie verändert der Wind die Schneeverteilung auf Gletschern und welche Auswirkungen hat das auf deren Schmelzverhalten? Diese Fragen untersucht Doktorand Manuel Saigger von der FAU im Rahmen des Doktorandenprogramms M³OCCA. Am Institut für Geographie berechnet er mittels KI, wie Schneeverwehungen die Gletschermasse beeinflussen.

Wenn Killerzellen des Immunsystems auf Anzeichen einer Infektion stoßen, teilen sich manche von ihnen danach rasant. Allerdings ist das längst nicht für jede einzelne Killerzelle der Fall. An welchem Kriterium entscheidet sich, ob es zur Vermehrung kommt oder nicht? Forschende der FAU, des Uniklinikums Erlangen und von Helmholtz Munich sind dieser Frage nachgegangen.

Einem Ärzteteam am Deutschen Zentrum Immuntherapie des Uniklinikums Erlangen ist es weltweit erstmals gelungen, eine junge Patientin mit therapieresistenter, schwerer chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (Colitis ulcerosa) erfolgreich mit einer Zelltherapie mit CD19-CAR-T-Zellen zu behandeln.

Knapp 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, über 30 Nationen, mehr als fünf Jahre Projektarbeit – und am Ende stehen 89 „Big Questions“, die wichtigsten offenen Forschungsfragen der Paläontologie. Die Fragen sind nun in der Fachzeitschrift Paleobiology veröffentlicht worden. FAU-Prof. Wolfgang Kießling, ist Seniorautor der Studie.

Die Forschungsgruppe FOR 5134 „Erstarrungsrisse beim Laserstrahlschweißen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), für die die FAU die Sprecherhochschule ist, wird in eine zweite Förderperiode überführt.