Wissenschaft

Wie sehen die konkreten Folgen des Klimawandels aus? Wo sind wir verwundbar und wie passen wir uns an? Damit befasst sich der nun veröffentlichte Weltklimabericht. Einer der Autoren kommt von der FAU: Prof. Dr. Wolfgang Kießling befasste sich bei seiner Arbeit am Weltklimabericht vor allem mit den paläontologischen Aspekten des Klimawandels und Klimaeffekten in den Ozeanen.

Ihr Urteil hat großes Gewicht in der deutschen Wirtschaftspolitik: Die „fünf Wirtschaftsweisen“ begutachten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik und helfen so den politischen Instanzen, Entscheidungen für die Wirtschaftspolitik zu treffen. Prof. Dr. Veronika Grimm, Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie an der FAU, soll die Bundesregierung auch für die kommenden fünf Jahre als Wirtschaftsweise beraten.

Forschende der FAU haben nachgewiesen, dass das „Rio Grande Rise“, ein submarines Plateau im Südatlantik, vulkanischen Ursprungs ist. Damit widerlegen sie eine frühere Theorie, die das Plateau als Kontinentalfragment beschreibt. Die Klärung dieser Theorie ist nicht nur von wissenschaftlichem Interesse, sondern hat auch politische Bedeutung.

Die Idee, bestimmte Leiden mit elektrischem Strom zu behandeln, ist nicht neu. Doch wenn man ausgefeiltes physikalisches und medizinisches Know-how sowie moderne Medizintechnik richtig einzusetzen weiß, sind die Effekte, die sich damit erzielen lassen, eindrucksvoll. Das beweisen Wissenschaftler/innen um Dr. Andreas Rowald vom Lehrstuhl für Digital Health an der FAU. Sie entwickeln maßgeschneiderte Therapien sowie Alltagsunterstützung für Patient/innen mit neurologischen Leiden wie Parkinson, Schäden durch Schlaganfälle oder Wirbelsäulenverletzungen.

Besonders dünne Solarzellen mit einem 3D-Drucker herstellen, aus nachhaltigen Materialien und präzise bis auf den Nanometer: Daran forscht Prof. Dr. Julien Bachmann, Lehrstuhl für Chemistry of Thin Film Materials an der FAU.

Gletscher sind häufig ein Maßstab für Klimaänderungen. Während es in manchen Regionen wie den Alpen verhältnismäßig einfach ist, Veränderungen zu messen und zu quantifizieren, gibt es über den Großteil der weltweit 215.000 Gletscher oft nur wenig Informationen. Ein neues Doktorandenprogramm will bessere Daten gewinnen.

Eine Forschungsgruppe der FAU und des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien haben ein Design entworfen, mit dem die Betriebsstabilität und die Lebensdauer von Perowskit-Solarzellen deutlich erhöht werden können. Die Erkenntnisse der Forscher wurden im renommierten Fachjournal „Nature Energy” veröffentlicht.

Der Nachwuchswissenschaftler Prof. Dr. Stefan Uderhardt hat sich im sehr kompetitiven Auswahlverfahren zur Vergabe von Projektförderungen des Europäischen Forschungsrats (ERC) durchgesetzt: Rund 1,5 Millionen Euro erhält der Mediziner, der an der Medizinischen Klinik 3 des Universitätsklinikums Erlangen der FAU arbeitet, in den kommenden fünf Jahren für sein Projekt.

Die Immunantwort dort stärken, wo das Virus in den Körper eintritt: An einem Impfstoff, der als Nasen-oder Mundspray verabreicht wird und in den Schleimhäuten lokale Antikörper bildet, forscht das Team um Prof. Dr. Klaus Überla und Prof. Dr. Matthias Tenbusch vom Lehrstuhl für Klinische und Molekulare Virologie der FAU. Das Projekt wird mit 280.000 Euro weitergefördert.