Wissenschaft

Der Bedarf an neuen Medikamenten ist hoch. Forschende der FAU sowie weiteren Partnern haben nun eine neue Plattform für das Repurposing von Medikamenten vorgestellt, welche die Suche nach neuen Therapeutika erleichtern soll.

Am 7. Dezember 2021 wird der Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der asymmetrischen Organokatalyse überreicht. An diesem neuen Katalyseverfahren auf Basis chiraler organischer Moleküle, mit dem beispielsweise Medikamente noch wirksamer und sicherer hergestellt werden können, wird auch an der FAU intensiv geforscht.

Künstliche Neuronale Netze werden in der Erkennung von Bildern und Objekten eingesetzt. Allerdings haben sie weniger mit unserem Gehirn zu tun, als ihr Name suggeriert: Zumeist basieren sie auf Algorithmen, die komplexe mathematische Operationen durchführen. FAU-Forscher Dr. Achim Schilling schlägt einen neuen Weg vor, biologisch inspirierte Neurone in künstliche neuronale Netze zu integrieren und zu trainieren.

In einer neuen Studie des Deutschen Zentrums Immuntherapie unter Leitung des Universitätsklinikums Erlangen der FAU wurden Patientinnen und Patienten, die auf zwei Impfungen gegen das neue Coronavirus keine Immunantwort entwickelten einer dritten Impfung unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Personen nach der Drittimpfung einen sehr guten Impfschutz aufbauen.

Wer wir sind und was wir werden, hängt maßgeblich von unserer Umgebung ab. Schon das vorgeburtliche Leben eines Kindes prägt seine spätere Entwicklung. Wie sich etwa psychische Belastungen einer Schwangeren auf ihr Kind auswirken, das haben Erlanger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer Längsschnittstudie untersucht.

Geologen der FAU und der Universität Vigo haben nachgewiesen, dass die Fundorte von Fossilien einen entscheidenden Einfluss auf die Rekonstruktion des Erdklimas haben. Die Probennahme in verschiedenen Breitengraden könne zu Unschärfen bei der Bestimmung der globalen Durchschnittstemperatur führen.

FAU-Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Safferling, Inhaber des FAU-Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht, hat in einem Forschungsprojekt erstmals die Geschichte der Bundesanwaltschaft zwischen 1950 und 1974 untersucht.

Das „Munich Quantum Valley“ erhält bis 2024 insgesamt 83,3 Millionen Euro des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Ziel ist es, Hard- und Software für Quantencomputer zu entwickeln. 

Einer Forschungsgruppe der FAU ist es erstmals gelungen, den Farbstoff Indirubin in einen Fotoschalter umzuwandeln: Wird ein Molekül mit Licht bestrahlt, kann es zwischen zwei strukturell verschiedenen Formen mit unterschiedlichen Eigenschaften hin und her geschalten werden.