Wissenschaft

Rheuma, Darmentzündung und Schuppenflechte sind Beispiele für Erkrankungen, bei denen das Immunsystem falsch und überschießend reagiert und Betroffene einer intensiven Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten bedürfen. Wie gut solche Patientinnen und Patienten auf eine Corona-Impfung ansprechen, wurde nun von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums Immuntherapie am Universitätsklinikum Erlangen untersucht.

Das Forschungsprojekt „PALLADiUM“ entwickelt digitales System zur Unterstützung interprofessioneller Palliative-Care-Teams.

Forschende der FAU und weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz untersuchen in einem vom BMBF geförderten Modellprojekt, wie sich die medizinische Versorgung im ländlichen Raum während der Corona-Pandemie sicherstellen und verbessern lässt. Mathematisch basierte Optimierungs- und Entscheidungssysteme sollen Krankentransporte, Apothekennotdienste und den Aufbau von Impfzentren unterstützen.

Maskenskandal, Impfkrise, Test-Mangel, Inzidenzwert-Chaos ... Die Corona-Pandemie geht ins zweite Jahr und die deutsche Politik gibt beim Krisenmanagement keine gute Figur ab. Warum das so ist und welche Folgen auf uns zukommen, erläutert Politikwissenschaftler Prof. Dr. Roland Sturm im Interview mit Prof. Dr. Joachim Hornegger.

Die neuesten Ergebnisse eines Forschungsteams der FAU stellen die komplette Magnesium-Chemie auf den Kopf. Die Forscherinnen und Forscher haben Magnesium, das in chemischen Verbindungen normalerweise zweifach positiv geladen ist, in der elementaren Oxidationsstufe Null entdeckt.

Bei vielen Banken, Versicherungen und Online-Händlern treffen selbstlernende Computeralgorithmen Entscheidungen, die sich massiv auf die Kunden auswirken. Wie die Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI) ihre Eingabedaten intern repräsentieren und verarbeiten, ist jedoch noch weitgehend unbekannt. Forschende des Lehrstuhls für Mustererkennung und der Cognitive Computational Neuroscience Group der FAU sowie des Neurowissenschaftlichen Labors der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Erlangen, der Aix-Marseille Université in Marseille, Frankreich, und der York University in Toronto, Kanada  haben sich des „Black-Box Problems der Künstlichen Intelligenz“ angenommen und ein Verfahren entwickelt, das die Prozesse sichtbar macht.

Physiker der FAU konnten erstmals einen fundamentalen Effekt nachweisen, der seit langem vorhergesagt, bislang jedoch nicht experimentell bestätigt werden konnte: Bei der Chiralen Faraday-Anisotropie werden die Ausbreitungseigenschaften von Lichtwellen gleichzeitig verändert durch natürliche und magnetfeldinduzierte Materialeigenschaften des Mediums, durch das sich das Licht bewegt.

Unter der Leitung von Dr. Kilian Schober will eine Forschungsgruppe am Universitätsklinikums Erlangen die Heterogenität von T-Zell-Rezeptoren entschlüsseln. Dazu kartografieren die Forschenden mithilfe von künstlicher Intelligenz T-Zell-Populationen, die nach einer Impfung gegen das Gelbfiebervirus entstehen. Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt mit einer Fördersumme in Höhe von 270.000 Euro.

Seit 2012 arbeiteten Erlanger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, ein Produkt aus körpereigenen regulatorischen T-Zellen in der benötigten Qualität und Menge herzustellen, das die Entzündungsreaktion bei Colitis ulcerosa zurückgehen lässt. Das Ziel der aktuell laufenden Studie ist es, die Verträglichkeit und Sicherheit der Infusion von körpereigenen regulatorischen T-Zellen für Patientinnen und Patienten mit Colitis ulcerosa nachzuweisen.